Archispirostreptus gigas


Hier beschäftigen wir uns mit dem "König" der Tausendfüßer, wenn man sich auf die Größe bezieht. Der Giga Tausendfüßer lebt in Afrika und bevorzugt tropische Regenwälder oder dicht bewachsene Steppengebiete mit viel Buschwerk und Ästen.

Sie gehören zu den nützlichen Insekten, weil sie einen erheblichen Beitrag zur Aufbereitung des Waldbodens und der Humuslaubschichten leisten.

Dieser Tausendfüßer wird ohne Probleme bis zu 30cm lang und 3 -4cm breit. Das imponiert natürlich den Haltern oft sehr, weil solche Riesen sehr interessant zu beobachten sind.

Die Artenbestimmung ist oft sehr schwierig und die Unterarten sind sehr breit gefächert. Diese Vielfalt wird oft nur mit dem Namen, einem sp. und einer Nummer bezeichnet, in der sie gelistet sind.

ZB.    Spirosteptus sp. 29

Diese Tiere lieben tropisches Klima, was für uns bedeutet, dass wir dieses natürlich so gut wie möglich nachstellen.

Temperatur sollte zwischen 23 und 26 Grad liegen und wird entweder durch eine Lampe oder Wärmematte erreicht.

Achtung hierbei, !Nie! eine Heizmatte unter das Terrarium oder die Plastikbox legen. Hier kann sich ein Wärmestau entwickeln.

Gammarus werden zum Decken des proteinbedarfs verfüttert.

Ernährung:

Weisfaules Holz

Waldlaub und Waldhumus

Flechten

Pilze (Champignon, Austernseitling und Lungenseitling)

Karotten

Bananen

Zuccini

Gurke

(Achtung Bioqualität)

 

Salate werden bei mir eigentlich nicht angenommen, säurehaltiges Obst sollte vermieden werden.


Die Augen von Tausendfüßern sind vorhanden, jedoch wird angenommen, dass sie sich auf ihre Fühler verlassen.

Mit den Fühlern sehen und schmecken diese Tiere, dies macht sie zum wichtigsten Organ. Tiere bei denen ein Fühler, beispielsweise durch einen Unfall abgetrennt wurde verenden meistens.

Ein Tausendfüßer benötigt für die Häutung (die unter der Erde statfindet) viel Kalzium (in form von Sepia) für den weiteren Segmentaufbau.

Ein Tausendfüßer wird nach jeder Häutung um zwei weitere Beinpaare und ein Körpersegment Länger.

Bei der Häutung streifen die Tiere den alten Panzer ab und sind danach 24 stunden sehr empfindlich.

Dies ist der Grund warum sich die Tiere unter der Erde befinden. Die kleinste Berührung kann in dieser Zeit das Tier total verformen und eine Weiterleben unmöglich machen.

Daher sollte man nicht nach den Tieren graben, wenn sie sich nicht an der Oberfläche befinden.

Diese Art ist sehr aktiv und eigentlich ganztägig im Terrarium anzutreffen.

Der Kot dieser Insekten wird als perfekt aufbereiteter Waldboden bezeichnet und stink nicht. In diesen Kotpellets befinden sich auch die Eier dieser Art, weshalb man bei der Zucht immer kleine Boxen mit den Ausscheidungen sammelt.

Diese Vielfüßer leben in Symbiose mit Milben, die den Panzer der Tiere frei von schädlichen Pilzen halten.

Manche ekeln sich davor, weil man diese kleinen Reinigungskräfte öfter auf den Wirbellosen krabbeln sieht.

Es geht keine Gefahr von ihnen aus.

Fällt eine Milbe vom Tausendfüßer verendet diese, weil auch Sie in Symbiose mit Ihm lebt.