Blaberus Craniifer


Können keine glatten Flächen erklimmen

Hohe Reproduktionsrate


Die Totenkopfschabe stellt auch eine beliebte Futterschabe dar, die wie der Name schon sagt einen Schwarzen Punkt auf dem Rücken hat, der mit viel Fantasie aussieht wie ein Totenkopf.

Doch auch das Verhalten wird mit dem Namen in Verbindung gebracht. Totenkopfschaben leben in großen Kollonien im tropischen Süd- und Mittelamerika. Sie dulden keine anderen lebenden Insekten in ihrem kleinen Terretorium. Eine Blaberus Kollonie ist beispielsweise in einem morschen Baum zu finden. Sie vertilgen alles was ihnen in die Quere kommt und machen Jagd auf andere Insekten, wie zum Beispiel Heuschrecken, Käfer und Fliegenlarven.


  • Beschreibung

Männliche Totenkopfschabe

Weibliche Totenkopfschabe


Die Totenkopfschabe erreicht eine Größe von 5,5 cm bis höchstens 6 cm und ist 3 cm breit.

Die männlichen und weiblichen Totenkopfschaben weisen eine überwiegend braune Färbung mit schwarzen Flecken auf. Sie besitzen lange Flügel, die den gesamten Körper abdecken. Die Geschlechter können von Leien nur schwer unterschieden werden. Weibchen sind etwas massiger als die Männchen und die lezten dorsalen Chitinfragmente sind zusammengewachsen. (das heißt der Po der weiblichen Schaben ist breiter) :)

Die Flugkünste der Schaben wären nicht so schlecht, doch diese wenden sie nie an. Die Haltung in großen Behältern mit offenem Deckel ist kein Problem. Es handelt sich um schnelle Schaben, die man kaum auf der Hand halten kann und wenn es gelingt gleiten sie zurück in den Behälter.


  • Haltung, Zucht und Futter

Wir halten diese Schaben in 40x40x40 cm großen Plastikboxen, die wir mit aufgestellten Eierkartons befüllt haben. Aus dem Deckel der Box wurde ein 10x25 cm großes Rechteck rausgeschnitten und anschließend Aluminium Fliegengaze darübergeklebt. Früher hielten wir sie auf Hackschnitzel, dies erschwerte aber die Trennung enorm. In der Box befinden sich zwei Futterschalen aus Plastik, die regelmäßig mit Trocken- und Feuchtfutter befüllt werden. Bei dieser Art sollten mehr Gemüsereste angeboten werden, weil sie es normalerweise feuchter mögen. Durch ausreichend Gemüse und Obst (jeden zweiten Tag), reicht dies um die Schabe mit der nötigen Feuchtigkeit zu versorgen und es gibt keine Häutungsschwierigkeiten.

Besonders gerne gehen sie auf die Jagd. Manchmal zweigen wir einige Mehlwürmer oder Heuschrecken ab und setzen sie in den Plastikbehälter. Somit ist die Jagd eröffnet und die Eindringlinge werden sogleich verschleppt, von ihnen fehlt nach einer Stunde jede Spur.

Bei der Paarung wackeln die Männchen mit den Flügeln und beeindrucken somit die Weibchen. Hier kann es zu Machtkämpfen zwischen zwei Männchen kommen, die sich meistens an den Flügeln und Beinen anbeißen. (siehe Foto darüber)

Mit einer Heizmatte halten wir die Krabbeltiere auf der Optimaltemperatur.

  • Optimaltemperatur = 27 - 29°C        alles unter 18°C oder über 34°C tötet die Schabe

Diese einfache Art der Haltung macht es sehr leicht diese Schaben nachzuzüchten.

 


Alle zwei Monate reinigen wir alle Behälter und trennen die Nymphen und Subadulten (siehe foto) von den Adulten  Tieren. Dadurch wachsen und überleben fast alle Jungtiere. Totenkopfschaben sind kanibalistisch veranlagt und fressen als Snack zwischendurch gerne die Nymphen, was für unsere Zucht etwas hinderlich ist. Die Nymphen sind vom ersten Tag an selbstständig und können somit ohne Probleme getrennt werden.

So werden auch die Craniifer getrennt.


  • Alter und Entwicklung

 Wenn ein Weibchen zur Paarung bereit ist und erkämpft wurde, klebt sich schlussendlich das Männchen mit seinem Hinterteil an das Hinterteil des Weibchens. So erfolgt die Befruchtung, die bis zu 15 min. dauern kann. Nach 3 bis 4 Wochen schlüpfen 35 - 50 Nymphen aus dem Eipaket (Oothek), dass sich in den Genitaltaschen befindet. Von diesen Nymphen erreichen 45% das Adultalter, wenn man sie nicht trennt.

Es dauert 3 bis 4 Monate bis die Babys durch zahlreiche Häutungen zu einer großen Schabe herangewachsen sind.

Die Totenkopfschabe kann ein Alter von einem Jahr und zwei Monaten erreichen, also ungefähr 8 Monate als adult Schabe.

Bei uns brauchte es ungefähr ein Jahr Zeit, bis immer wieder Schaben entnommen werden konnten. Doch nun ist die Zucht gut im Gange.

Diese Art vermehrt sich nur bei konstanten Temperaturen von durchschnittlich 29°C und kann sich somit nicht im Haushalt fortpflanzen. Wenn jedoch einmal eine entwischt überlebt diese viele Monate. Aber keine Angst, wenn sie nicht die Vorzugstemperatur hat, ist sie relativ langsam und fällt in eine Art von Winterstarre, in der sie schließlich verendet.


Nymphe

Frisch gehäutet zur ausgewachsenen Schabe



Diese Interessante Art wird in Zukunft von guten Freunden, der Lizard Lounge w4, weitergezüchtet.