Peruphasma schultei


Die Samtschrecke wird auch Peruanische Pfefferschrecke oder Rotflügelschrecke genannt.

Dadurch werdet ihr schon gemerkt haben, dass diese Tiere in Peru beheimatet sind.

Eine wunderschöne Art, die etwas mehr anspruch auf die Ernährung legt.

Ein interessanter Fakt am rande ist, dass diese Insekten in Peru nur auf 5 Hektar Fläche vorkommen, was sie zu bedrohten Tierarten macht.

Jedermann wird sich nun denken " Hey die halten hier verbotene Insekten", dass stimmt natürlich so nicht.

Man kann sich nicht genau erklären, warum die Population nicht weiter greift, weil diese Tiere rellativ leicht zu vermehren sind. Durch ein Zuchtprojekt der peruanischen Naturschutzorganisation wurden einige Exemplare vor vielen Jahren verkauft.

Aus diesen Paaren wurden schnell mehr und nun gibt es in privater Haltung mehr Tiere als in der Freien Natur, was aber nichts mit der Ausrottung oder Importierung zu tun hat.

Für den Schutz dieses Insekts werden auch Zuchtstämme in der freien Natur ausgesetzt.

Weibchen werden wie bei den meisten Phasmiden größer als die Männchen. Weibliche Tiere messen 65 - 70mm und Männchen nur 40 -50mm.

Interessant ist auch das perfekt entwickelte Auge dieser kleinen Schrecke, dass ähnlich wie das menschliche Auge ihre Umwelt wahrnehmen kann.

Die Samtschrecke ist tiefschwarz gefärbt und besteht aus einer sehr samtigen Oberfläche. Durch die Evolution haben sich die Tiere verändert. Vor tausenden Jahren konnten sie mit großen Flügeln gut fliegen. Durch Fossielien wurde das bestätigt.

Diese Flügel haben sich zurückgebildet und werden als Stummelflügel bezeichnet.

Ob diese Flügel auch zur Balz oder Kommunikation verwendet werden ist unklar, jedoch schreckt das Aufstellen so manchen Fressfeind ab.

Diese Schrecken sind Futterspezialisten.

Was für manche ein Problem birgt, ist für andere keines.

Diese Tiere Fressen:

Flieder

Forsythien

ligusterarten

 

Am Flieder und den Forsythien kann man sich den ganzen Sommer über bedienen. Für den Winter kommen nur Ligusterblätter zum einsatz.

Hatt man nun diese Blätter zu genüge im Garten und nochdazu einen immergrünen Liguster (achtung es gibt nur 2 Arten), dann ist es natürlich überhaupt kein Problem diese Schrecke zu ernähren.

Ligusterhecken werden meist als Schutz vor der Straße verwendet, durch die Abgase und das Salz im Winter sollte auf solche Pflanzen verzichtet werden.

 

Rosenblätter (auch angeschnitten) werden bei mir, trotz Anregungen anderer Züchter, leider nicht angenommen.


Die Fliederschrecken (Noch ein Pseudonym) fühlen sich bei 25 Grad am wohlsten und es wird 3x Wöchentlich gesprüht. Achtung nicht die Tiere direkt ansprühen.

Setzt man diese Schrecke hohem Stress aus oder fügt ihr Schmerzen zu, ist sie auch in der Lage sich zu wehren.

Sie verspritzt hierzu eine nach Öl riechende, schwarze Flüssigkeit, die auf Schleimhäuten ein Brennen auslöst. (daher Pfefferschrecke)

Dies macht sie für Fressfeine extrem unatraktiv.

Ich habe diese Tiere schon bei Vorträgen mitgenommen und sie vielen Interessierten gezeigt, und es ist noch nie dazu gekommen.

Ich denke, dass man sie dazu schon versehentlich im Terrarium einklemmen muss, um diese Abwehr auszulösen.