Achatina Achatina


Die Achatina Achatina wird oftmals auch als Tigerachatschnecke bezeichnet, warum wird man an den Fotos erkennen. Sie beheimatet die Küstenregionen zwischen Guinea und Süd-Nigeria.

  • Größe (Häuschen), Beschreibung und Lebenserwartung

Die Tigerachatschnecke wird als größte Schneckenart der Welt beschrieben. Die größte Achatina Achatina wurde mit 20 cm gemessen. Dies ist jedoch nur selten der Fall. Normalerweise kann mit einer Größe von 16 - 17cm gerechnet werden. Das Gehäuse weist eine gelbe bis braune Grundfarbe auf mit dunkelbraunen bis schwarzen streifen. Der Körper der Schnecke ist schwarzgräulich, jedoch gibt es auch eine Albinoform die weiß ist. Die Lebenserwartung dieser Art liegt bei 8 - 10  Jahren.

  • Verhalten

Diese Schnecken sind recht scheu und verstecken sich gerne. Sobald es etwas zu trocken wird bilden sie eine Calciumschicht vor dem Haus, was eine Art Trockenruhe einleitet. Wenn die Feuchtigkeit wieder stimmt kommt sie aber wieder hervor.


Bei Achatschnecken sollten die Arten nicht gekreuzt werden, weil ansonsten Hybriden entstehen. Deshalb ist es wichtig die verschiedenen Arten voneinander unterscheiden zu können.

  • Erkennung

Die Columella ist der innere Häuschenrand. Dieser ist bei jeder richtigen Achatina Achatina weinrot bis rosa. Man muss die Schnecke etwas zur Seite drücken, um diesen Rand gut sehen zu können.

Ein weiteres unverkennbares Zeichen ist das gehobene V am Ende des Schneckenfußes. Wenn dieses beachtet wird, kann beim Kauf nichts mehr schief gehen. Dies ist die einzige Art mit so einem Erkennungszeichen.


  • Haltung

Bei uns wohnen die Achatina Achatina in einem Aquarium, dass wir mit Plexiglas abgedeckt haben um die Luftfeuchtigkeit hoch zu halten. Natürlich ist auch ein Luftloch vorhanden. Kork und Äste werden gerne zum Klettern verwendet. Eine Wasser- und Futterschale aus Plastik ist ebenfalls vorhanden. Auf harte Gegenstände am Boden sollte verzichtet werden, falls die Schnecken von der Decke fallen.

Als Bodengrund wird Terrarienhumus/Kokoshumus verwendet , mit dem wir noch keine Probleme hatten. Die Humusziegel eignen sich perfekt. Wichtig ist, dass der Erdboden mit einem hochprozentigen Kohlensäurekalk aufbereitet wird. Wichtig ist auf die Formel der Verpackung zu achten. CaCO3 ist Calziumcarbonat oder kohlensaurer Kalk, dieser muss verwendet werden.

ACHTUNG: Gelöschter Kalk CaOH2 besteht aus Calciumhydroxin und dieser ist stark ätzend. Wichtig ist hier, dass auch gewisse Düngemittel die im Gartenbereich gerne zugeführt werden  tötlich sind.

Zur Aufkalkung kommt noch eine weiter Calciumquelle hinzu, die Sepiaschale. Aus dem Kalk und der Sepiaschale bilden die Schnecken ihr Haus und bauen es immer weiter aus. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie genügend "Baumaterial" finden.


DIe Temperatur sollte 26 - 28°C betragen, mit einer Luftfeuchtigkeit von 80%. DIe Temperatur wird mit einer Heitzmatte erreicht. Tag/Nacht Rythmus stellen wir mit LEDs nach. Wenn die Lichter aus gehen ist die Tigerachatschnecke unterwegs.


  • Ernährung

Achatschnecken fressen oft und viel :)  Hauptsächlich Obst und Gemüse aber auch Wiesenkräuter

  • Obst:

Äpfel

Birnen

Bananen

Erdbeeren

Kirschen

Mangos

Zwetschken

 

  • Gemüse

Eisbergsalat

Vogerlsalat

Radicchio

Rucola

Gurken

Karotten

Paprika

Süßkartoffel (roh und gekocht)

Tomaten

Zucchini

 


Frisches Buchen/Eichenlaub und Löwenzahn+Gänseblümchen werden auch gerne verspeist. Die Eiweisversorgung erfolgt mit getrockneten Bachflohkrebsen (Gammarus). Über Fischfutter machen sie sich ebenfalls her.

Backwaren, Teigwaren und Zitrusfrüchte sollten nicht gefüttert werden.


Die Zucht dieser Tiere passiert so gut wie von alleine, wenn die Haltungsbedingungen passen. Diese Schnecke wird erst nach 20 Monaten geschlechtsreif, deshalb dauert es sehr lange bis sie bereit zum Eier legen ist. Ein Gelege umfasst ungefähr 200 Eier. Man muss genau überlegen, was mit den Schneckeneiern passiert wenn sie alle schlüpfen. Deshalb sollte man nur die Eier aufziehen, die man selbst behalten oder verkaufen kann. Den Rest der Eier sollte man zwei Tage im Gefrierschrank einfrieren, um sie abzutöten. Danach können sie normal im Kompost landen.

Alle zwei bis drei Monate wird der Bodengrund ausgetauscht. Jeden Tag sollten Futterreste vom Vortag entfernt werden. So vermeidet man Schimmel obwohl es sehr nass ist. Die einzigen Mitbewohner, die manchmal gesichtet werden sind weiße Milben. Diese kleinen Tierchen entstehen in der Erde und verputzen die Futter oder Kotreste der Schnecken. Die weiße Milbe ist völlig ungefährlich für Mensch und Schneck. Manche geben sich diese Mitbewohner absichtlich mit in das Terrarium wegen dem Mikroklima.