Pogona Vitticeps


Bartagamen werden auch liebevoll "Hausdrachen" genannt (wegen der kleinen Stachelreihen, die sie wie Drachen aussehen lassen), sie gelten als eine der beliebtesten Reptilien in der Terraristik. Ein ausschlaggebender Punkt dafür ist, bei richtiger Gewöhnung und Haltung, die Zutraulichkeit dem Menschen gegenüber. Auch wenn sie verhältnismäßig pflegeleicht sind, muss man auf einige Dinge achten.

  • Verbreitung und Lebensraum

Ursprünglich kommen alle Bartagamenarten aus dem australischen Festland. Jedoch ist die Art Pogona Viticeps auf dem halben Kontinent anzutreffen. Durch den Menschen wurden die Bartagamen auch an anderen Orten ansässig.

In steinigen Trockenwäldern und heißen Wüsten fühlen sich die Tiere am wohlsten.

Man trifft sie oft auf hohen Felsen und Ästen an, wo man sie beim Sonnenbaden beobachten kann.

Es gibt viele Unterarten, die sich in der Größe unterscheiden und auch unterschiedliche Lebensbedingungen benötigen. Zum Beispiel braucht die nahe Verwandte der Bartagame, die Pagona Henrylawsoni, etwas mehr Feuchtigkeit. In der Natur ist sie in Gebieten, nahe dem Dschungel angesiedelt.

 


  • Beschreibung und Größe

Bartagamen gehören zu der Familie der Agamen. Diese Familie der Schuppenkriechtiere gilt als mittelgroß und wird zwischen 40 – 45 cm lang. Davon fällt ungefähr die Hälfte der Länge auf den Schwanz. Bartagamen besitzen ihren namensgebenden Bart, den sie bei Revierkämpfen oder bei Paarungsversuchen aufstellen können.

Dazu werden die Stachelreihen aufgestellt und durch die gezielte und hohe Durchblutung, werden diese dann schwarz gefärbt.

 

Die Bartagame wird mit einer Lebenserwartung von 15-20 Jahren zu einem langen Lebensgefährten, weshalb man sich den Kauf eines Reptils immer gut überlegen sollte. Das Alter kann variieren und hängt meist mit der Zucht an sich, den Haltungsbedingungen und dem Winterschlaf zusammen.

 


  • Terrarium und Beleuchtung

Wir halten unsere Bartagamen in einem Terrarium, dessen Rückwand modelliert wurde. Wichtig sind Versteckmöglichkeiten, Steine, Äste und Sonnenplätze, den das spiegelt ihre natürliche Lebensumgebung wieder.

 

Als Bodengrund wird Sand verwendet. Unabdingbar ist es, die richtigen Temperaturen zu schaffen, den ohne sie können die Agamen nicht richtig verdauen. Verunreinigungen im Terrarium werden mit einer Sandsiebschaufel ausgesiebt und entfernt.

An der wärmsten Stelle, dem Sonnenplatz, benötigen sie ca. 45 Grad, wohingegen an der kältesten Stelle mindestens 25 Grad erreicht werden sollen. Bei Nacht reicht eine Raumtemperatur von 22 Grad.

Auch die Beleuchtung ist gerade im Bezug auf den Winterschlaf sehr wichtig. In der Natur unterliegen die Sonnenstunden und Dunkelzeiten einem Zyklus, den wir mit Zeitschaltuhren nachahmen. Die Tagesbeleuchtung wird so von 12-14 Stunden für den Winterschlaf immer weiter reduziert.

 


  • Ernährung und Wasser

Bei der Haltung von Bartagamen ist auf eine große Wasserschale zu achten, welche man 4x wöchentlich wechseln sollte. Bei Verunreinigung muss das Wasser sofort gewechselt werden.  Auch wenn man die Echsen nur sehr selten beim Trinken beobachten kann, ist die Schale essentiell.

 

Zunächst trägt das verdunstete Wasser, bei richtiger Positionierung, zur Feuchtigkeitsregulierung des Terrariums bei.

Des Weiteren bietet es den Echsen eine Möglichkeit des Badens. Auch bei Verstopfung oder Häutungsschwierigkeiten kann ein Bad helfen, deshalb empfehlen wir 1x im Monat ein Bad für die Echsen.

Diese Reptilien bezeichnet man als Omnivoren, das bedeutet sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Kost. Eine abwechslungsreiche Ernährung ist sehr wichtig.

 


  • Pflanzliche Kost

Vogerlsalat

Radicchio

Rucola

Endiviensalat

Romanasalat

Lollo Rosso

Chicoree

Gurken

Karotten (+ Grünzeug)

Zucchini (auch die Blüten)

Kürbis (ohne Schale)

Kresse

Spitzwegerich

Breitwegerich

Löwenzahn (Blüten+Blätter)

Klee (Blüten)

Hibiskus (Blüten+Blätter)

Stiefmütterchenblüten

Ringelblume

Dahlien (Blüten+Blätter)

Gänseblümchen

 (Alles am besten in Bioqualität)

  • Tierische Kost

Wüstenheuschrecken

Wanderheuschrecken

Heimchen

Grillen

Schaben

Mehlwürmer

Zophobas

Wachsmaden


 



Grundsätzlich sollte die Futtermenge auf die Größe der Tiere abgestimmt werden. Bei adulten Bartagamen empfiehlt es sich den Fokus auf pflanzliche Kost zu legen. Jedes Futter sollte mit einem geeigneten Vitamin– Mineralpräparat bestäubt werden. Auch Calcium ist wichtig, um keine Knochenschäden hervorzurufen.

 

Unsere Favoriten sind Korvimin und geriebene (unbehandelte) Sepiaschale.

 


  •  Winterruhe

Die Winterruhe ist in jedem Jahr ein wichtiger Bestandteil des Lebens einer Bartagame. Ende Oktober / Anfang November werden die Tiere, bei idealen Haltungsbedingungen, immer träger und reduzieren ihre Nahrungsaufnahme. Die Lichtdauer wird von 12-14 über die Monate hinweg auf 5

Stunden täglich reduziert, während die Futtergabe minimiert wird.

Nicht jedes Tier schafft es in den wohlverdienten Winterschlaf, deshalb muss immer frisches Wasser vorhanden sein und die Temperatur angepasst werden. Zum finalen Winterschlaf ziehen sich die Echsen in Felsspalten oder andere Verstecke zurück.

Der Schlaf ist nicht sehr tief und fest, wie zum Beispiel bei Landschildkröten, sondern gleicht einem dösen. Sie liegen währenddessen immer an den gleichen Stellen.

Zwar machen sie ab und an bei Lärm und Aktivität im Raum die Augen auf, lassen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen. Konnte der Winterschlaf in einem Jahr nicht eingehalten werden, sollte im nächsten Jahr unbedingt verstärkt darauf geachtet werden, da der Winterschlaf ein essentieller Bestandteil des Organismus des Tieres ist.