Pogona Vitticeps


Bartagamen gelten als die beliebtesten "Hausdrachen" in der Terraristik. Ihr ansprechendes Aussehen, interessantes Verhalten und ihre enorme Zutraulichkeit sind ausschlaggebend dafür.

  • Verbreitung und Lebensraum

Alle Bartagamenarten stammen aus Australien und leben auf dem Festland. Die Art Pogona Viticeps ist auf dem Halben Kontinent anzutreffen. In steinigen Trockenwäldern und heißen Wüsten fühlen sich die Tiere am wohlsten. Zum Sonnenbaden trifft man die Echsen auch auf hohen Felsen und Ästen an.


  • Beschreibung und Größe

Bartagamen gehören wie der Name schon sagt, zur Familie der Agamen. Diese mittelgroße Echse wird 40 - 45 cm lang. Davon fällt ungefähr die Hälfte der Länge auf den Schwanz. Bartagamen besitzen den namensgebenden Bart, den sie bei Revierkämpfen oder Paarungsversuchen aufstellen können. Der Bart wird mit seinen vielen Stacheln aufgestellt und kann durch hohe Durchblutung schwarz werden.

Die Agame wird mit einer Lebenserwartung von 15 - 20 Jahren zu einem langen Lebensgefährten. Das Alter kann variieren, das hängt meist mit den Haltungsbedingungen, der Zucht und dem Winterschlaf zusammen.


  • Terrarium und Beleuchtung

Wir halten unsere Bartagamen in einem Terrarium mit modelierter Rückwand, Versteckmöglichkeiten, Steinen, Äste und Sonnenplätzen. Wichtig sind die verschiedenen Temperaturunterschiede, damit sich die Agamen immer einen für sie geeigneten Platz aussuchen können.

Als Bodengrund wird Sand verwendet.

Wärme am Sonnenplatz: 45°C

Wärme an der kältesten Stelle: 25°C

Wärme in der Nacht: Raumtemperatur

Über Zeitschaltuhren erreicht man eine Tagesbeleuchtung von 12 - 14 Stunden die bis zum Winterschlaf weniger wird.

 

Das Terrarium weist folgende Maße auf:

Länge: 200 cm   Breite: 65 cm   Höhe: 100 cm

 

Beleuchtung erfolgt mit:

Uva/Uvb Hci Strahler 35W.

Brightsun 70W. Flood


  • Ernährung und Wasser

Bartagamen ernähren sich "Omnivor", das bedeutet sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung. Eine abwechslungsreiche Ernährung spielt eine sehr große Rolle für die Tiere und sollte auch eingehalten werden. Eine Wasserschale ist auch wichtig. Auch wenn man die Echsen nur sehr selten beim Trinken beobachten kann, verdunstet bei richtiger Positionierung der Wasserschale das Wasser sehr schnell und trägt etwas zur Wasserregulierung bei. Bartagamen sind Wüstentiere und halten es lange ohne Wasser aus, dennoch sollten sie 1x im Monat gebadet werden. Das wirkt sich positiv auf die Häutung und die Verdauung aus.


  • Pflanzliche Kost

Vogerlsalat

Radicchio

Rucola

Endiviensalat

Romanasalat

Lollo Rosso

Chicoree

Gurken

Karotten (+ Grünzeug)

Zucchini (auch die Blüten)

Kürbis (ohne Schale)

Kresse

Spitzwegerich

Breitwegerich

Löwenzahn (Blüten+Blätter)

Klee (Blüten)

Hibiskus (Blüten+Blätter)

Stiefmütterchenblüten

Ringelblume

Dahlien (Blüten+Blätter)

Gänseblümchen

  • Als Leckerbissen und nur selten (alle 2 Monate 1x)  gefüttert werden soll Obst.

Z. B. Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Mango, Apfel, Birne, Bananen und Kiwi.

Außerdem sollte man Radieschen, Kohlsalate und Spinat vermeiden.

  • Tierische Kost

Wüstenheuschrecken

Wanderheuschrecken

Heimchen

Grillen

Schaben

Mehlwürmer

Zephobos

Wachsmaden


 



Grundsätzlich sollte das Futter auf die Größe der Tiere abgestimmt werden, das selbe gilt für jegliche Insekten. Bei adulten Bartagamen sollte viel pflanzliche Kost angeboten werden.

Jedes Futter sollte mit einem geeigneten Vitamin/Mineralpräparat bestäubt werden, sowie mit Calcium. Unsere Favouriten sind Korvimin und geriebene unbehandelte Sepiaschale.


  •  Winterruhe

Die Winterruhe ist jedes Jahr ein wichtiger Teil des Bartagamenlebens. Ende Oktober oder Anfang November werden die Tiere träge und fressen nicht mehr so viel. Das ist aber nicht immer so. Spätestens wenn die Lichtdauer nach unten gedreht wird und mit dem Futter gespart wird, stellen sich die Tiere darauf ein. Das Licht wird wöchentlich um 1 bis 2 Stunden verringert, bis man eine Lichtdauer von etwa 4,5 bis 5 Stunden erreicht hat. Die Bartagamen ziehen sich dann in Felsspalten oder andere Verstecke zurück und schlafen dort. Sie schlafen nicht tief und fest, wie zum Beispiel griechische Landschildkröten, sondern dösen nur. Frisches Wasser sollte zur Verfügung gestellt werden, weil es durchaus möglich ist, dass die Agamen einmal kurz hervorkommen und etwas trinken. Ansonsten liegen sie immer an der gleichen Stelle und machen bei etwas Lärm oder Aktivität im Raum die Augen auf, lassen sich aber dennoch nicht aus der Ruhe bringen.

Manchmal kann es sein, dass sich eine Bartagame einfach nicht zum Winterschlaf bewegen lässt. Dies ist aber nicht weiter schlimm, weil es in der Natur durchaus auch wärmere Winter gibt. Falls das der Fall sein sollte, muss natürlich weitergefüttert werden ohne die anderen Tiere zu stören.

Wenn der Winterschlaf nicht eingehalten wurde, sollte dennoch verstärkt im nächsten Jahr darauf geachtet werden.