Furcifer Paradalis


Das Pantherchamäleon ist das farbreichste Chamäleon auf der Welt. Chamäleons spielen in verschiedenen Kulturen, Mythologien und Ethnien ganz unterschiedliche Rollen.

Manche fürchten Unglück bei dem Anblick eines solchen Chamäleons, andere Ethnien sprechen ihm Heilkräfte zu.

Einige sehen in ihnen das Symbol von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, das auf die grenzenlose Bewegung ihrer Augen zurückzuführen ist.

Bei uns beschreibt der Ausdruck "Chamäleon" Personen, die sich sehr gut ihrer Umgebung anpassen können, im positiven als auch negativen Sinne. Folgenende Fotos von unseren Chamäleons wurden nicht bearbeitet und wir dürfen uns sehr glücklich schätzen, diese ganze Pracht Tag für Tag betrachten zu dürfen.

 

  • Verbreitung und Lebensraum

Der lebensraum des Pantherchamäleons erstreckt sich über die gesammte Insel madagaskars.

Diese Species ist nur dort heimisch so wie 57 andere Chamäleonarten.

Dies ist extrem viel, wenn man bedenkt, dass nicht ganz 200 Arten weltweit beschrieben wurden.

Sie bewohnen die Dschungelregionen, aber auch Sträucher und höhere Büsche. Dieses Lebewesen ist perfekt an ein Leben in den Bäumen angepasst und meidet die Bodennähe.

  • Beschreibung und Größe

Die männlichen Tiere dieser Art erreichen eine Größe von 35 - 55cm, weshalb sie zu den größeren Chamäleonarten zählen. Die weiblichen Tiere werden hingegen nur 25 - 35cm groß.

Die riesige Farbenpalette, die einen sprichwörtlich "Blendet" besitzen nur die Männlichen Tiere, was nicht bedeutet, dass es keine schönen Weibchen gibt.

Weibliche Pantherchamäleons sind meist Braun,- Beige,- oder Lachsfarben. In seltenen Fällen können auch hellblaue oder leicht pinke Tiere erworben werden.

Nach der Paarung oder als Signale für die Abwehr von männlichen Verehrern können auch tiefschwarze Färbungen mit Orangetönen entstehen.

Männliche Tiere färben extremst, wobei sie meist einen Grundfärbung beibehalten.

Bei der Kommunikation mit anderen Tieren hüllen sich diese Echsen in extrem schöne Farben.

Die Färbung dient der Komunikation und nur in seltenen Fällen der Tarnung.

Das typische Pikniktuch, an das sich die Tiere perfekt anpassen ist nur ein Schwindel.


Die Augen eines Chamäleons sind in der Natur einzigartig und können 360 Grad sehen.

Durch zwei voneinander unabhängige Gehirnhälften, können Sie beispielsweise mit dem rechten Auge die umgebung nach Fressfeinden durchsuchen und mit dem linken nach Beutetieren.

Das alter dieser Tiere hängt mit der Zucht und dem Stress zusammen.

Männliche Tiere werden 4 - 5 Jahre alt, weibchen hingegen nur 2,5 -3 Jahre. Ausnahmen bestetigen die Regel.

  • Terrarium und Beleuchtung

Das tropische Klima muss zwingend nachgestellt werden, dies lässt viele Terrarianer an ihre grenzen stoßen.

Viele Menschen beginnen ihre Reptilienerfahrungen mit Bartagamen oder anderen Tieren, die es relativ warm brauchen und denen eine Hitzeperiode im Sommer auch nichts ausmacht.

Deshalb kamen diese Tiere für unseren Wüstenraum nicht in Frage, somit war die Idee des Tropenraums geboren, der mit Umluft und Klima reguliet werden kann.

Am Wärmespot benötigen die Paradalis 28 - 29 Grad, in der Umgebung reichen hingegen schon Temperaturen von 23 - 24 Grad.

In der Nacht reicht Raumtemperatur, wobei Temperaturen bis 18 Grad die Erholung der Tiere günstig beeinflussen.

  • Ernährung und Wasser

Auf eine genaue Luftfeuchtigkeit will ich mich hier nicht festlegen. Viele schreiben von 70 - 80% Luftfeuchtigkeit, bei der meine Terrarien und mein ganzer Raum im Schimmel versinken würden.

Wir besitzen keine Beregnungsanlage für diese Tiere, diese könnte einem aber das Leben deutlich erleichtern.

Wir sprühen 2x täglich und achten darauf, dass die Feuchtigkeit auch wieder abtrocknen kann.

Diese Chamäleons nehmen Wasser nur von den Blättern zu sich, dies kann auch nach jedem Sprühvorgang beobachtet werden.

Dies darf auf keinen Fall vernachlässigt werden, weil die Tiere sehr empfindlich darauf reagieren.

Um so jünger sie sind, desto wichtiger wird die Feuchtigkeitsregulierung.

  • Tierische Kost

Heimchen

Grillen

Steppenheuschrecken

Wüstenheuschrecken

Zophobas (nur selten)

Schaben

Wachsmaden

 

Unsere Chamäleons nehmen keine Pflanzliche Kost an, jedoch fressen sie des öfteren die Blätter von Ficus Benjamini.

Die Größe des Futters muss natürlich immer auf die Größe des Chamäleons angepasst werden


Calcium sollte reichlich gereicht werden, weil sich Furcifer Paradalis extrem schnell entwickelt.

Männliche Tiere sind manchmal schon in 5 Monaten geschlechtsreif.

Winterruhe gibt es keine, wobei sie in den wintermonaten jedoch wesentlich inaktiver erscheinen.