Phalacrognathus Muelleri

Im nordosten Australiens findet sich einer der schönsten Hirschkäfer der Welt. Der australische Prachthirschkäfer oder auch Juwel des Nordens genannt.

Die Prachthirschkäfer glänzen rot grün metallisch, das ist auf einem Foto nur schwer festhaltbar. Die Männchen haben größere Mandibeln als die Weibchen und werden auch innsgesammt größer. Die Mandibeln der Käfer sind matt schwarz und an jeder seite senkrecht gegabelt. Die weibchen haben nur sehr kleine Mandibeln, aber zwicken können auch sie.

Die Elytren glänzen besonders und sind bei den weiblichen Tieren mit kleinen noppen, lienienförmig besetzt.

Männliche Tiere können bis zu 60mm groß werden, Weibchen hingegen nur 35mm.

Die Larvenzeit dieses Insekts beträgt ungefähr ein Jahr, jedoch schlüpften manche schon nach 10 Monaten. Als Imagines kann diese Art auch über ein Jahr alt werden. Diese Käfer werden ausschließlich in Kinshiflaschen oder Behälter aufgezogen.

Bei großen Behältern können sogar mehrere Tiere darin aufgezogen werden, weil sie nicht kanibalistisch veranlagt sind. Die einzige Gefahr besteht darin, dass sich manche Larven früher als andere verpuppen und somit der kokon von den noch grabenden Larven beschädigt werden kann. Die Zucht in Weisfaulem Holz und Flakesoil ist auch möglich, jedoch haben wir dazu keine Erfahrung.

Die Larven mögen es gerne feuchter, was in einer Kinshiflasche kein problem darstellt.

Die larven werden 20 - 25gramm schwer und sind somit keine "Riesen", was auch Vorteile in der Haltung mitsich bringt.

Mit der Verpuppung gibt es meist keine Probleme, jedoch kann es bei jedem Käfer passieren, dass er in der empfindlichen Puppenphase stirbt.

Diese Käfer sind laut unserer Erfahrung die meiste Zeit unter der Erde und man sieht sie nur selten an der Oberfläche. Wenn man einmal das Männchen erspäht, sitzt es hoch auf einem Holzstück.


Wir finden, dass diese Hirschkäferart zusammen mit Lamprima Adolphine farblich am schönsten ist. Nach langer Aufzuchtzeit belohnen diese Krabbler immer wieder, wenn sie aus dem kokon hervorkommen.