Uromastyx Thomasi


Ihr spezielles Aussehen macht die Oman Dornschwanzagamen zu etwas besonderem. Nicht jeder kann sich an ihrer Optik erfreuen, wir schätzen den urförmigen Look der Echse jedoch sehr.

  • Verbreitung und Lebensraum

Diese Art der ist auf den Arabischen Halbinseln (Dhofar bis Masirah), in Oman beheimatet. Dort findet man sie sowohl in Küstengebieten als auch im Inland. An das raue Klima sind die Echsen perfekt angepasst und leben bevorzugt in Habitaten mit grabfähigem Bodengrund.

Ihre Höhlen graben sie sich dann meist unter große Steine, die man in den Steinwüsten Arabiens zur Genüge findet. Aber auch in Sandwüsten und Steppengebieten kann man auf die kleinen Reptilien stoßen.


  • Beschreibung und Größe

Die breitschwänzige Agame ist mit einer Gesamtgröße von 25cm der kleinste Vertreter der Urmomastyxfamilie. Davon fällt ungefähr ein Viertel der Länge auf den Schwanz. Als Jungtiere sehen sie meist alle gleich aus – 6 dunkle Querbänder mit braunem Untergrund und ein weißer Bauch, selten mit einem orangefarbenen Touch.

Nach einem halben oder ganzen Jahr beginnt die Färbung der Echsen, die mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter wird. Weiß, grün, blau, orange und rosa sind die Farben, die den Kopf und den Körper der Oman Dornschwanzagame schmücken können. Ein orangefarbener Streifen am Rücken ziert sie meist alle. An manchen Tagen zeigen sie ihre ganze Pracht und strahlen richtig.

Warum sie die Farbe von matt auf strahlend wechseln können, ist nicht sicher belegt. Der breite Biberschwanz dieser Art, dient dazu die Eingänge der Höhlen, in denen sie sich verstecken, zu verschließen.

 

Die Lebenserwartung der Echse ist noch nicht genau bekannt, da sie noch nicht lange in der Terraristik gepflegt werden. Jedoch wird vermutet, dass sie über 20 Jahre alt werden können, weshalb man einen Kauf immer gut überlegen sollte.

Das Alter kann variieren und hängt meist mit der Zucht an sichund den Haltungsbedingungen zusammen.

 

  • Terrarium und Beleuchtung

Wir halten unsere Omam Dornschwanzagamen einzeln, sie werden von uns nur zur Paarung zusammengeführt. Wichtig sind Versteckmöglichkeiten, viele Steine und Sonnenplätze, denn das spiegelt ihre natürliche Lebensumgebung wieder. Als Bodengrund wird Sand und Muschelgrid verwendet.

Unabdingbar ist die richtigen Temperaturen zu erschaffen, denn ohne sie gehen diese Uromastyx schnell ein. An der wärmsten Stelle, dem Sonnenplatz, benötigen sie ca. 55 Grad, wohingegen an der kältesten Stelle 29 Grad erreicht werden sollten. Bei Nacht reicht eine Raumtemperatur von 25 Grad.

In unserem Wüstenraum haben wir auch in der Nacht höhere Temperaturen, dies entsteht durch die Abwärme der ganzen Lampen und die generell hohen Temperaturen. Auch die Beleuchtung ist gerade sehr wichtig. Die Tagesbeleuchtung von 12 – 14 Stunden ist essentiell.

Da diese Echsen keinen Winterschlaf halten, ist eine langsame Reduzierung der Beleuchtung nicht notwendig.

 

  • Ernährung und Wasser

Oman Dornschwanzagamen bezeichnet man als Omnivoren, dass bedeutet sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Nahrung.

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist sehr wichtig bei einer artgerechten Haltung. Allerdings ernähren sie sich bevorzugt 75 % pflanzlich, der Rest wird laut neuesten Erkenntnissen durch Schaben und Heuschrecken ausgeglichen.

In der Haltung bedeutet das für uns, dass wir sie neben der pflanzlichen Nahrung, 2x in der Woche mit einigen kleinen, bis mittelgroßen Heuschrecken oder Schaben füttern, um ihren Bedarf zu decken. Andere Insekten eignen sich hier nicht, da sie nicht in ihrer natürlichen Umgebung vorkommen. Wenn es um die Ernährung geht, sind die Echsen sehr empfindlich.

Deshalb sollten vorzugsweise Bioprodukte zur Fütterung verwendet werden, da man sichergehen muss, dass die Produkte nicht mit Pestiziden belastet sind. Auch auf Pflanzen neben Feldern und der Straße sollte verzichtet werden.

 

Auf Wasser wird zur Gänze verzichtet, weil auch diese Echsen sich mit Grünfutter hydrieren und Wasser selbst herstellen können.

 

Achtung: Diese Echsen nehmen eine Wasserschale gerne an, jedoch kommt es hierbei oft zu Pilzinfektionen.

 

  • Pflanzliche Kost

Radiccio

Endiviensalat

Rucola

Vogerlsalat

Lolorosso

Karotten (zerkleinert+grün)

Gurken

Zucchini

Spinatblätter

Löwenzahn

Gänseblümchen

Spitzwegerich

Breitwegerich

Huflattich

Dill

Liebstöckel

Rosmarin

Salbei

Hibiskus (Blüten)

Roter+Weißer Klee (wenig Blätter,

Blüten sind ok)

Ringelblumen

Petersilie

Zitronenmelisse

Kapuzinerkrsse

Golliwoog

  • Trockenfutter (ungekocht und Bio)

Rote Linsen

Gelbe Linsen

Grüne Linsen

Berglinsen

getrocknete Erbsenhälften

Hirse

Hanfsamen

Reis (wenig)

Sonnenblumenkerne

Mungobohnen


Als Futterinsekten eignen sich für Dornschwanzagamen nur heuschrecken oder Schaben, weil diese auch in ihrem Lebensraum vorkommen! Heimchen werden nicht vertragen!