Sauromalus Ater


Der Chuckwalla ist ein relativ unbekannter Bewohner des Terrariums. Der Name Chuckwalla kommt ursprünglich von den Indianern,  sie bezeichnen diese Echse als "Fette Echse". Diesen Namen tragen sie zurecht, weil sie ihren Bauch um das doppelte aufblasen können. Dieser Effekt dient dem Schutz, um aus Felsspalten nicht herausgezogen zu werden.

  • Verbreitung und Lebensraum

Sie sind hauptsächlich im Südwesten der USA beheimatet, aber auch in Mexiko und Californien sind diese Leguane unterwegs. Sie sind an ein hartes Leben angepasst, dass sich in felsigen Wüsten und kargen Steppen abspielt. An den von Vulkan und Granitstein geprägten Lebensraum sind die Tiere perfekt angepasst. Sie bewohnen über 55 Millionen Hektar in der Sonora- Wüste in Mexiko.


  • Beschreibung und Größe

Bei Sauromalus Ater handelt es sich um eine plumpe Echse mit einem Wirtelschwanz. Der Bauch ist bei einem gesunden Chuckwalla immer etwas dicker und weist seitlich eventuell Falten auf. Diese Echsen werden ungefähr 40 cm groß, wobei 18 - 20 cm auf den gewirtelten Schwanz fallen. Der Kopf weist eine flache und nahezu dreieckige Form auf, mit vielen unregelmäßig verteilten Schuppen. Besondere Lymphsäcke an der Seite des Körpers ermöglichen es dem Chuckwalla, Wasser für mehrere Monate zu speichern.

Bei diesem Speichervorgang bleibt relativ viel Salz übrig, dieses wird durch Nasendrüsen ausgeschieden, das auf den Terrarienscheiben gut sichtbar ist. Diese Echsen sonnen sich auf Felsen, wobei sie immer Ausschau nach Fressfeinden halten.

Bei Gefahr laufen sie schnell in Felsspalten und blasen sich auf. Somit sind sie vor Fressfeinden gut geschützt. Weibliche Tiere sind beige mit weißbraunen Punkten und einen gestreiften Schwanz. Die Männchen sind hoch melanistisch und weisen verschiedene Färbungen auf.

Diese Färbung ist immer Zufall und entwickelt sich im laufe der Zeit. Es gibt ganz schwarze Exemplare aber auch rot und weißschwarze.

In der freien Wildbahn leben die Tiere durchschnittlich 10 Jahre, in der Terraristik leben sie meist länger.


  • Terrarium und Beleuchtung

Für ein gemütliches zu Hause benötigen die Echsen Steinaufbauten, eine gut strukturierte Rückwand und richtig heiße Sonnenplätze. Die Belüftung ist bei Chuckwallas ein sehr wichtiger Bestandteil, weil sie sehr viel Frischluft benötigen. (Keine Zugluft!) Große Lüftungsflächen sind daher unerlässlich für diese anspruchsvollen Leguane. Versteckmöglichkeiten und verschiedene Hölzer bieten gute Klettermöglichkeiten.

 

Wärme am Sonnenplatz: 50°C

Wärme an der kältesten Stelle: 28°C

Wärme in der Nacht: Raumtemperatur

Über Zeitschaltuhren erreicht man eine Tagesbeleuchtung von 12 - 14 Stunden die bis zum Winterschlaf abnimmt.

 

Das Terrarium weist folgende Maße auf:

Länge: 125 cm   Breite: 55 cm   Höhe: 95 cm mit abgeschrägten Seiten

 

 Beleuchtung erfolgt durch:

35w Hqi Strahler

Solar Raptor 50w Hid


  • Ernährung und Wasser

Die Tiere ernähren sich rein Herbivore (pflanzlich). In der Wildnis sind die Tiere relativ genügsam und ernähren sich von trockenen Büschen, Blüten und Sträuchern. In der Terraristik fällt das Futter nicht so karg aus. Ganz im Gegenteil fressen die Tiere sehr viel Grünzeug.

Wasser sollte immer vorhanden sein. Die Tiere können das Wasser lange Zeit speichern, jedoch sorgt es für ein bisschen Luftfeuchtigkeit, wenn die Schale unter einem Strahler platziert wird.

  • Pflanzliche Kost

Spitzwegerich

Breitwegerich

Gänseblümchen

Hibiskus

Golliwoog

Himbeerblätter

Kamille

Kapuzinerkresse

Löwenzahn

Roter u. Weißer Klee

Stiefmütterchen

Zitronenmelisse

Brenessel (getrocknet)

Rucola

Radicchio

Vogerlsalat

Eisbergsalat

Lollo Rosso

Endiviensalat

Petersilie

Wildrosen

  • Pflanzliche Kost

Roter Paprika

Tomaten

Zucchini

Gurken

Karotten (+Grünzeug)

Himbeeren

Erdbeeren

Heidelbeeren

Kiwis

Bananen

Ananas

Pfirsich

Äpfel


Diese Tiere sind sehr empfindlich, deshalb sollte man Bioprodukte verwenden, die vorher gut abgewaschen werden. Wir sammeln Wildkräuter wie zum Beispiel Löwenzahn, Klee, Breitwegerich, Spitzwegerich und Salat aus dem Garten und frieren diese ein. So hat man schnell aufgetaute Bionahrung auch in kälterer Jahreszeit zur Hand. Auf Pflanzen neben Straßen sollte verzichtet werden. Obst sollte nur  zweimal im Monat angeboten werden und das in geringen Mengen.

  • Winterruhe

Die Winterruhe beginnt bei Chuckwallas schon Anfang November. Die Temperatur und das Licht wird auf 4 - 5 Stunden reduziert. In dieser Zeit sollte nur mehr Wasser angeboten werden. Sie schlafen meist bis Mitte Februar oder Anfang März in einem Weinkühler.

Die Winterruhe bei Chuckwallas ist immer eine schwierige Aufgabe, weil die Tiere auf keinen Fall zu früh aufgeweckt werden dürfen. Die Temperaturherrabsetzung muss langsam erfolgen, das selbe gilt für das Aufwachen.