Uromastyx Ägyptia Microlepis


Diese besondere Art der Dornschwanzagame, wird nur sehr selten in der Terraristik gepflegt und macht sie deshalb noch interessanter aber auch schwere zu halten.

  • Verbreitung und Lebensraum

 Diese Dornschwanzagamen leben in den Wüstengebieten Saudi-Arabien, Arabischen Emiraten, Katar, Syrien und im Irak. Selten werden sie auch in Gebieten des Jemens und des Omans gesichtet. Die Araber veranstalten oft Treibjagten, in denen die Echsen zu hunderten erschossen werden. Diese Echsen sind an ein Leben mit hohen Temperaturen angepasst, diese müssen auch in der Terraristik nachgestellt werden. Steinige Steppen und Halbwüsten bewohnen sie am liebsten.

  • Beschreibung und Größe

Da nur wenige Menschen diese Gattung von Uromastyx halten, kann man eine genaue Größe nicht nennen. Fakt ist nur, dass diese Dornschwanzagamen zu den größeren vertretern ihrer Art gehören. Exemplare die in der Natur eine länge von 90 - 100cm erreichen sind keine Seltenheit.

Diese Echsen sind wie alle "Uros" Plump, jedoch weist diese Art viele Falten an den Seiten auf.

Ihr Kopf ist ein Typischer Uromastyx kopf, der ein Bisschen an eine Schildkröte erinnert.

Sie sind Beige und Grau gefärbt mit einem Muster am Rücken, dass man aber nur manchmal sieht. Diese Tiere bekommen mit der Zeit anscheinend auch eine Gelbe und Orange Farbe, dass dauert allerdings bis zu 7 Jahre. Unsere Tiere kommen langsam in die Färbung, jedoch kann man nicht wirklich von Farbe sprechen. Mit 20 - 23 Schwanzwirteln haben diese Tiere im vergleich zu anderen Dornschwänzen einen langen dornenbesetzten Schwanz.

Mit dem Schwanz können sie schlagen um Gegner zu vertreiben.

Wie alt diese Tiere werden ist leider unbekannt. Aber durch die späte Geschlechtsreife vermutet man, dass Sie sehr alt werden können.

  • Terrarium und Beleuchtung

Diese Reptilien leben in einem gut strukturierten Terrarium mit vielen Felsen und Versteckmöglichkeiten. Sehr heiße Sonnenplätze sind genauso wichtig wie kältere Ausweichplätze. Hier können Höhlen nachgemacht werden, die als Versteckplätze gerne angenommen werden. Um so enger um so lieber werden verstäckplätze angenommen.

Wärme am Sonnenplatz: 60°C

Wärme an der kältesten Stelle: 29°C

Wärme in der Nacht: Raumtemperatur

Über Zeitschaltuhren erreicht man eine Tagesbeleuchtung von 12 bis 14 Stunden.

Winterruhe halten diese Echsen keine, jedoch fressen sie in den Wintermonaten deutlich weniger.

Das Terrarium weist folgende Maße auf:

Länge :210cm   Breite: 65 cm   Höhe: 100cm (Die Tiere bekommen wenn sie wachsen ein größeres Becken)

Beleuchtung erfolgt mit:

Uva/Uvb Hci Strahler 35 W

Brightsun 70w Desert + Solarraptor 70w flood

In unserem Terrariumraum hatt es ohne brennende Lampen durchschnittlich 28°C.

In diesem Terrarium ist es mit der großzügigen Beleuchtung so Heiß, dass die Tiere eine hohe Aktivität zeigen. Sie brauchen diese Temperaturen.

Bei weniger Beleuchtung schlafen diese Tiere viel und es geht ihnen nicht gut, sie brauchen hohe Temperaturen


  • Ernährung und Wasser

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist wie auch bei jeder anderen Echsenart sehr wichtig. Dornschwanzagamen ernähren sich zu 95 Prozent (herbivore) pflanzlich. Sie werden jedoch als omnivore (tierische und pflanzliche Kost) beschrieben, weil es Heuschreckenwanderungen gibt, bei denen sie sich natürlich bedienen.

Das Wasser wird auch wie bei allen anderen Uromastyxarten selbst im Körper hergestellt. Das Salz, dass bei diesem vorgang übrig bleibt wird über die nase ausgeschieden.

Dornschwanzagamen besitzen nur in jungen Jahren Zähne. Mit dem Alter bilden sich diese zurück und es entsteht ein Schnabel, ähnlich wie bei Schildkröten. Dies macht es möglich, dass sie sehr harte Nahrung zerbeißen und aufnehmen können.

Sie vertilgen neben vielerlei Pflanzen auch Trockenfutter.

Diese Tiere sind empfindlicher als andere wenn es ums Essen geht. Es sollten großteils Bioprodukte verwendet werden. Futter aus dem eigenen Garten oder von der Wiese bietet sich hier an. Es muss darauf geachtet werden, dass die Wiese usw. nicht mit Pestiziden gespritzt wird. Auch auf Pflanzen neben Feldern oder der Straße sollte verzichtet werden.

  • Pflanzliche Kost

Radiccio

Endiviensalat

Rucola

Vogerlsalat

Lolorosso

Karotten (zerkleinert+grün)

Gurken

Zucchini

Spinatblätter

Löwenzahn

Gänseblümchen

Spitzwegerich

Breitwegerich

Huflattich

Dill

Liebstöckel

Rosmarin

Salbei

Hibiskus (Blüten)

Roter+Weißer Klee (wenig Blätter,

Blüten sind ok)

Ringelblumen

Petersilie

Zitronenmelisse

Kapuzinerkrsse

Golliwoog

  • Trockenfutter (ungekocht und Bio)

Rote Linsen

Gelbe Linsen

Grüne Linsen

Berglinsen

getrocknete Erbsenhälften

Hirse

Hanfsamen

Reis (wenig)

Sonnenblumenkerne

Mungobohnen


Wöchentlich bekommen diese Echse auch tierisches Protein in Form von großen Wüstenheuschrecken.

Bei diesen Tieren handelt es sich um richtige Dinosaurier. :)