Lucaniden (Hirschkäfer) werden meist als die Meisterklasse der Käferhaltung beschrieben, weil sie ganz besondere Anforderungen an das Substrat stellen.

Wir verwenden für die Aufzucht der Larven Kinshi und Reishi. Dies ist ein aufwändig herzustellendes Larvenfutter, dass einen weißfaulen Holzstamm perfekt immitieren soll und somit der Larve alles bietet, was sie auch in der Natur bekommt.

Zur Herstellung benötigt man folgendes.

  • Buchen oder Eichensägemehl Briketts (Ohne Bindemittel/ Giftstoffe)
  • Flaschen oder andere Plastikbehälter, die Druck wiederstehen (Microfilterbags)
  • Glutaminsäure
  • Sonstige Zusätze mit denen Protein entsteht
  • Vollkornmehl
  • Sterile Handschuhe
  • Flächen und Händedesinfektionsmittel
  • Einen Dampfdrucksterilisator oder großen Druckkochtopf
  • 3% Wasserstoff
  • Einige Spritzen (ohne Nadeln)
  • Sterile Pilzbrut

Man kann es auch kaufen :)

 

Die Herstellung von Kinshi erfordert etwas übung und Geduld.

Jeder Hirschkäferzüchter hatt seine eigene Faustregel zur Herstellung von Kinshi, wir haben viele versuche und Anläufe benötigt bis wir Perfektes Kinshi herstellen konnten.

Weil nicht jedes Kinshi ist eine wirklich gute Nährstoffquelle !

Die genaue Rezeptur unserer Substratmischung werde ich nicht verraten, weil der Prozess der Herstellung ein Langer ist und dies den Rahmen sprengen würde.

Das wichtigste ist mit sterilen Handschuhen oder desinfizierten Händen auf sterilen Flächen zu arbeiten.

In die Substratmischung werden Pilze geimpft, die ein Pilzgeflecht durch das verpresste Holz  bilden. ( Das ist die Nahrung für die Hirschkäfer )

Durch die Herstellung dieses Substrates, wird man automatisch auch zum Pilzzüchter.

Die Pilzzucht hatt uns auch gleich gepackt und somit stellen wir auch gleich unsere Speisepilze selbst her.

ZB. Lungenseitling, Austernseitling und Shitakepilze landen des öfteren in unseren Mägen.

Der Glänzender Lackporling darf nicht gegessen werden, diesen verwenden wir für das Reishi. !

Die Fresspellets der Larven sind ein perfekter Dünger für Pflanzen. Der Kot der Larven ist kein richtiger Kot, sondern Mit CO2 angereicherte Walderde, die Pflanzen um bis zu 25% schneller und größer wachsen lässt.

Perfekter Dünger für unsere Champignonzucht.


Das Herstellen des Substrates ist richtige Laborarbeit und macht viel spaß, deshalb kann ich es nur empfehlen. Mit dem richtigen Kinshi bekommen die Larven eindrucksvolle größen, was natürlich auch einen großen Käfer verspricht.

 

Große Weißfaule Holzstücke werden zur Zucht benötigt, weil die Weibchen ihre Eier in die Stämme legen. Die Larven sollten sobald als Möglich ins Kinshi überführt werden um viele Nährstoffe aufnehmen zu können.